Über Bschießer und Ponten

Trotz der Aussicht auf einen heißen Tag und eine lange, anstrengende Tour hatten sich 16 Senioren/innen zur Fahrt ins Tannheimertal eingefunden. Zum Glück hatte das Wetter ein Einsehen und beschränkte sich bei leichter Bewölkung auf Temperaturen von max. 25 °C. Dazu sorgte ein moderates, gleichmäßiges Gehtempo dafür, dass alle Teilnehmer die teilweise steilen Aufstiege und den langen Abstieg zurück ins Tal ohne Probleme bewältigten und sich am Ende über eine herrliche Bergtour und die erbrachte Leistung freuen konnten.
Von Schattwald aus brachte die Wannenjochbahn die Gruppe hinauf zum Wannenjochstadl, von wo man einen ersten Blick über das Tal, auf die Tannheimer Berge und zu den beiden Tageszielen genießen konnte. Auf gutem Pfad machte man sich dort an den Aufstieg in Richtung Kühgundkopf mit Aussicht auf die Gipfel über dem Hintersteiner Tal und dem Großen Daumen als Blickfang. Leider ging es die erarbeiteten Höhenmeter bald wieder abwärts bis zur Oberen Stuibenalpe, wo dann der Anstieg zum Bschießer begann. Ein steiler Wiesenpfad, nasse Latschengassen und viele Serpentinen über Schrofen und Geröll brachten die Wanderer schließlich zum Gipfelkreuz auf 1998 m Höhe. Hier war eine längere Pause angesagt, um Hunger und Durst zu stillen und das 360-Grad-Panorama zu genießen.
Mit frischer Kraft und viel Vorsicht ging es an den steilen Abstieg ins Güntle, dann folgte man dem Grat hinauf zum Gipfel des Ponten. Hier konnte man neben einem Büschel Edelweiß nochmals die Rundumsicht genießen, dann begann der lange Abstieg ins Tal. Zunächst ging es auf abschüssigem Pfad durch Geröll hinab, dann folgte man Steig durch Latschen in leichtem Auf und Ab bis zum Zirleseck. Von dort waren es „nur“ noch zwei Gehstunden mit 700 Hm abwärts, bis endlich Schattwald erreicht war.
Bei der Einkehr im Gasthaus „s’Wannenjoch“ konnten die müden Bergsteiger einen Teil der ausgeschwitzten Flüssigkeit nachfüllen und sich bei Kaffee und Kuchen von den Anstrengungen des Tages erholen.

Bericht + Bilder: Konne